Ein Gründer kann eine Ein-Personen-GmbH ohne Mitwirkung eines Notars online errichten. Die vereinfachte Gründung einer „Standard-GmbH“ ist zulässig, wenn der einzige Gesellschafter zugleich Geschäftsführer ist und eine standardisierte Errichtungserklärung abgibt. Vor allem Jungunternehmer profitieren von der kostengünstigeren Gründungsmöglichkeit.

Banken ersetzen Notare

Die ersten Gründungsschritte bestehen darin, ein Konto bei einer Bank zu eröffnen und die bar zu leistende Stammeinlage einzuzahlen. Die Bank überprüft die Identität des zukünftigen Gesellschafters und Geschäftsführers über seinen amtlichen Lichtbildausweis. Die Musterzeichnung des Gründers erfolgt ohne notarielle Beglaubigung vor dem Kreditinstitut. Im Anschluss übermittelt die Bank die Musterzeichnung, Bankbestätigung und Ausweiskopie elektronisch direkt an das Firmenbuch.

Online-Gründung

Der Gründer loggt sich in das Unternehmensserviceportal mittels elektronischer Signatur ein. Durch die Eingabe der erforderlichen Daten werden die Errichtungserklärung und die Anmeldung zum Firmenbuch durch das System erstellt. Die signierten Unterlagen werden im Wege des elektronischen Rechtsverkehrs an das zuständige Firmenbuchgericht weitergeleitet. Zuletzt wird die Ein-Personen-GmbH in das Firmenbuch eingetragen und der Gründungsprozess ist dadurch abgeschlossen.

Gründungserfordernisse

Ein-Personen-„Online“-Gründungen sind standardisiert. Beim Gründer muss es sich um eine natürliche Person handeln und die erforderliche Errichtungserklärung darf kaum über den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestinhalt hinausgehen. Das Stammkapital muss EUR 35.000 betragen und zur Hälfte bar einbezahlt sein – eine privilegierte Gründung ist hier nicht möglich.

Haben Sie Fragen? Das BTP Nährboden-Expertenteam berät Sie gerne bei den rechtlichen Vorgaben rund um Aufgriffserklärungen.

Ein Beitrag von Nina Neumaier.